Abenteuer Schüleraustausch

Mein Abenteuer Schüleraustausch mit Frankreich begann im Februar 2019, als unserer Französischlehrer, Herr Schilberth, uns von dieser Gelegenheit zu begeistern versuchte. Mein Interesse war sofort geweckt, da ich mein Französisch verbessern wollte. 

Schnell habe ich die benötigten Unterlagen für den Bayerischen Jugendring ausgefüllt und passend zum Abgabetermin versendet. Anfang Mai bekamen wir die Zusage am Schüleraustausch teilnehmen zu dürfen, und bereits am 03.05. stand Emile, mein Austauschpartner, mit seiner Familie vor unserer Tür.

Auf den letzten Drücker besorgte mein Vater das Bett für meinen Gast und schaffte es auch noch, rechtzeitig typisch bayerische Spezialitäten auf den Tisch zu zaubern. Ungewöhnlich war für uns zu sehen, dass Emile zum Schweinebraten Ketchup anstatt Biersoße aß, dies sollte sich in den nächsten zwei Monaten mehrmals wiederholen.

Emile begleitete mich auch zwei Monate lang ins Gymnasium Schrobenhausen in die 8a. Schnell fand er dort trotz seiner speziellen Art viele Freunde.(…) Die Zeit, in der Emile da war, war sehr aufregend für uns alle. Wir gingen oft baden, fischen und besichtigten die umliegenden Städte. Auch der gemeinsame Urlaub in Frankreich stellte eine Herausforderung dar. Meine Schwester und mein Stiefbruder standen Emile anfangs argwöhnisch gegenüber. Doch nach kurzer Zeit lernten auch sie die Vorteile eines neuen Familienmitglieds kennen. Manchmal war es jedoch auch belastend für mich, ständig einen Gast um mich zu haben. (…) Am 06.07. verließ uns Emile schließlich, und zu diesem Zeitpunkt war ich darüber froh und traurig zugleich. Die nächsten zwei Monate hieß es für mich, mich auf die Nachprüfung vorzubereiten und mich wieder für den Austausch zu begeistern.

Als ich am 19.08. jedoch so herzlich von meiner Gastfamilie empfangen wurde, verlor ich meine Befürchtungen. In den nächsten zwei Wochen unterstützten mich meine Gasteltern bei der Vorbereitung auf die Nachprüfung in Schrobenhausen und brachten mir Frankreich näher. Anfang September unterbrach ich meinen Aufenthalt, um die Nachprüfung in Schrobenhausen abzulegen.

Spannend war mein erster Schultag, da sich das französische Schulwesen stark vom deutschen System unterscheidet. Da die Pausen in Frankreich länger sind, konnte ich mich mit meinen Klassenkameraden sehr schnell anfreunden und lernte so auch viele umgangssprachliche Begriffe. Die Schulzeit verging wie im Flug und ich genoss diese Zeit sehr. Am Wochenende verwöhnte mich meine Gastfamilie mit französischen Leckereien und zeigte mir Frankreich.

Rückblickend betrachtet war der Austausch ein voller Erfolg für mich, und ich freue mich bereits darauf, im März mit meiner Klasse am Schüleraustausch mit Granville teilzunehmen.

Foto: Leonard im Kreise französischer Mitschülerinnen