Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau

Wo sich vor 74 Jahren erbarmungswürdige, ausgemergelte Gestalten bei der Befreiung durch US-amerikanische und britische Soldaten jubelnd in die Arme fielen, war die Bestürzung und Betroffenheit der Schüler fast mit Händen zu greifen. Denn die Fahrt der 9. Klassen in die KZ-Gedenkstätte Dachau ist eine Exkursion der besonderen Art – so besonders, dass sich die Schüler vorab nicht einmal ganz sicher waren, ob man denn im Bus lachen dürfe…

Ob vor dem Tor, in den Baracken, auf der großen Lagerstraße oder im Krematoriumsbereich: Überall konnten sich die Schüler, die von Frau Schleicher, Herrn Trommer, Herrn Bauer und Herrn Huber begleitet wurden, ein beklemmendes Bild davon machen, was es denn bedeutete, Lagerinsasse eines NS-Konzentrationslagers zu sein und wie sehr die furchtbare Angst vor der Willkür der SS sowie der nagende Hunger täglicher Begleiter der bemitleidenswerten Gefangenen waren.

So dürfte dieser Besuch wohl vielen prägend in Erinnerung bleiben und hoffentlich auch dazu beitragen, nicht nur Verständnis und Respekt gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus zu bewahren, sondern im besten Falle auch heute mutig intoleranten Tendenzen des Nationalismus und der Ausgrenzung entgegenzutreten.