Eine Woche „à la Granvillaise“

„Ensemble“ – zusammen singen, lachen und leben, das machte den diesjährigen Schüleraustausch mit der normannischen Stadt Granville aus. 24 Neuntklässler hatten zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Beyerle und Frau Stork die Gelegenheit ergriffen, ganz neue Erfahrungen zu sammeln, denn schließlich unterscheidet sich das Leben am Meer deutlich vom gewohnten bayerischen Alltag.

Eine exklusiv für unsere Schüler organisierte Führung durch die Fischauktionshalle von Europas größtem Muschelhafen brachte den Schrobenhausenern die Schätze des Meeres vor Granville näher: Es gab Wellhornschnecken, Herzmuscheln, Hummer und Seespinnen zu bestaunen. Ganz mutige durften sogar eine Teufelskrabbe in die Hand nehmen! Im Laufe der Woche  fanden sich die dort angebotenen Arten auf den Tellern wieder: Zu Hause, aber auch in der Schulmensa, standen Meeresspezialitäten auf dem Speiseplan.

Das Spiel von Ebbe und Flut konnten die Austauschteilnehmer nicht nur beobachten, sondern auch „erlaufen“: Ein Tagesausflug führte zum Mont Saint Michel, einer Insel im Wattmeer. So schien es zumindest bei der Ankunft am Berg, doch nachdem die deutsch-französische Gruppe die Abtei besichtigt hatte, war das Meer verschwunden – Zeit für eine Wattwanderung! Mit Neoprenschuhen oder barfuß ging es über den Wattschlamm bis hin zu den Treibsandfeldern, die den Höhepunkt der Tour bildeten.

Ein Ausflug auf das Meer durfte nicht fehlen: In zwei Gruppen setzten die Schrobenhausener selbst die Segel und steuerten das Segelschiff aufs offene Meer, um mit dem Wind hinauszufahren und den Blick auf die Silhouette von Granville zu genießen. Eine Stadtrallye durch Granville, der Besuch der Landungsstrände und des amerikanischen Friedhofs sowie die Stadt Bayeux rundeten das Programm ab.

Daneben blieb viel Zeit, um das Alltagsleben der französischen Partner in Familie, Schule und Freizeit zu erleben. Am gemeinsamen Abschlussabend mit reich bestücktem Buffet wurde zusammen gesungen: Ein Lob auf Granville mit der Stadthymne „La Granvillaise“, ein Lob auf das Meer mit dem Matrosenlied „Santiano“ und ein Lob Europas und der deutsch-französischen Freundschaft mit der „Ode an die Freude“ machten den Spaß am Austausch überdeutlich. Nach einem tränenreichen Abschied reisten die Schüler mit vielen tollen Erlebnissen im Gepäck zurück nach Schrobenhausen. 

Ein besonderer Dank gilt – wie in den vergangenen Jahren auch – dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, das den Austausch großzügig unterstützte.