Geräusche als Musik

Geräusche als Musik?

Während des Homeschoolings beschäftigten sich die Schüler/innen der 10b und 10c im Rahmen des Musikunterrichts mit einer besonderen Stilrichtung der Moderne, der Musique concrète. Diese geht zurück auf den Franzosen Pierre Schaeffer (1910-1995), der 1948 am Pariser Hauptbahnhof verschiedenste Geräusche auf Tonband aufnahm und diese anschließend mithilfe von Schnitt, Loops, Tempoveränderungen, Rückwärtsabspielen, etc. verfremdete. Diese von Zeitgenossen als „Bastelarbeit“ bezeichnete Komposition (Pierre Schaeffer wies diesen Vorwurf nicht von sich) wurde unter dem Titel étude aux chemins de fer (= dt. Eisenbahnstudie) veröffentlicht.

Musiker wie z.B. Karlheinz Stockhausen, aber auch die Beatles entwickelten die Stilrichtung der musique concrète weiter. Heute lässt sie sich noch im Beruf des DJs wiederfinden.

Die Schüler/innen der 10b und 10c hatten als Abschluss dieser Sequenz die Aufgabe, eine eigene musique concrète-Aufnahme zu erstellen. Dabei sollten Alltagsgeräusche mithilfe eines Computerprogramms aufgenommen, zusammengefügt und bearbeitet werden. Einige der Ergebnisse können hier angehört und mit Hilfestellungen der Schüler/innen nachvollzogen werden.

Lebhafte Diskussionen über den (Un-)Sinn dieses „Musik“-Stils rundeten die Unterrichtssequenz zur Musique concrète ab.

 

Der Wasserhahn (Justin Schreiber, 10b)

Die Grundlage für diese Aufnahme bilden das Geräusch einer Schere und das Fallen eines Deckels auf den Tisch. Des Weiteren sind das Tropfen eines Wasserhahns, das Klirren einer Flasche und das Einfüllen von Wasser in ein Glas zu hören.

Homeschooling (Sarah Glück, 10b)

Mein Stück dreht sich rund ums Homeschooling: Stifteklicken, der Reißverschluss eines Federmäppchens, ein Textmarker, der übers Papier malt, das Geräusch eines zerreißenden Papierblatts und Klaviertöne sind zu hören. Die Aufnahme soll die typische Geräuschkulisse eines Homeschoolingtags darstellen.

Im Haus (Schüler/in,10c)

In dieser Bearbeitung kommen verschiedenste Geräusche aus dem Haus vor: Geräte aus der Küche, eine Mundharmonika, Rufe und Gebell. Die einzelnen Geräusche/Klänge tauchen in der Aufnahme immer wieder auf und werden auf unterschiedlichste Weise miteinander kombiniert.