Hör mal zu!- Edition Schülerzeitung

Der GymSOB-Podcast – Edition der Schülerzeitung

Folge 2: Interview mit der jüngsten Bundestagsabgeordneten Bela Bach, SPD

Wenn ihr wissen wollt, warum sich Bela Bach auf Instagramm mit ihrem Kater Kenzo und einem Schaf abbildet und warum sie in ihrer Schulzeit von ihrer Mittelstufenlehrerin als Kommunistenabgeordnete bezeichnet wurde, hört mal rein in unseren neuen Podcast!

Dank unseres Erfolgs beim Schülerzeitungswettbewerb durften wir nämlich mit der Schirmherrin des Wettbewerbs Bela Bach, welche die jüngste weibliche Bundestagsabgeordnete (29 Jahre) ist, in einer BBB ein Interview führen, das gar nicht so politisch war.

 

Folge 1: Science-Fiction-Literatur

Auch unsere Schülerzeitung, derzeit durch Schüler aus der Mittelstufe vertreten, hat Podcast-Folgen erstellt, die nun wochenweise hier erscheinen werden.

In der ersten Folge stellen Ronja und Kasia aus der Klasse 8b den Roman „Selection“ vor, eine Art modernes Aschenputtel im Genre der Science-Fiction.

Vielleicht ist dir auch schon aufgefallen, dass du in letzter Zeit häufiger Bücher aus diesem Genre gelesen hast. Näheres darüber erfährst du in den Artikeln von Falk und Jonas aus der Klasse 9a, die sich damit auseinander setzen, warum wir gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, in der man sich manchmal in einen Zukunftsfilm katapultiert fühlt, eher Science lesen.

Science Fiction: Unvermeidbar?

Ein Kommentar zu „Science-Fiction: Undenkbar!“

Am siebten Mai 2020 veröffentlichte „Die Zeit“ Lars Weisbrods Artikel „Science-Fiction: Undenkbar!“, in dem er dem Leser das Genre Science-Fiction präsentiert, das seiner Meinung nach das richtige Genre in den aktuellen Coronazeit ist. Und ich gebe ihm Recht, nachdem ich, seit ich den Artikel gelesen habe, selbst feststelle, dass ich seit Corona mehr Science-Fiction (SF) gesehen und gelesen habe als andere Genres, was mir zuvor gar nicht bewusst war, denn wann denkt man im Alltag schon über so etwas nach?

Ich persönlich empfinde an SF nicht nur reizend, dass die Erzählung sich ständig an der Grenze zwischen Möglichem und Undenkbarem entlanghangelt, sondern auch, dass ich aus der aktuell doch schon sehr chaotischen Welt für eine kurze Zeit entfliehen kann. Da ist es mir dann auch egal, ob ich in einer paradiesischen Welt lande, in der Technik alles übernehmen kann, was der Mensch nicht mehr tun möchte oder mich in einer verwüsteten Landschaft wiederfinde, in der es an Allem mangelt, es ist ja nur eine Vorstellung, die, wie gefährlich sie auch sein mag, mich nicht verletzen kann.

Auch dieses Gefühl der Sicherheit, das aktuell außerhalb des Hauses nicht mehr wirklich gegeben ist, ist meiner Meinung nach einer der Gründe dafür, dass Science-Fiction so erfolgreich ist.

Der Reiz bei Verfilmungen liegt meiner Meinung nach jedoch darin, zu sehen, wie die undenkbaren Technologien, Umgebungen und Welten dargestellt wurden, zu sehen, was theoretisch möglich wäre und in der Zukunft vielleicht tatsächlich existieren wird. Und natürlich auch die Emotionen, die in Filmen sehr intensiv und nachvollziehbar dargestellt werden, mithilfe von Beleuchtung und Musik.

Ein weiterer großer Faktor ist natürlich die Möglichkeit, basierend auf der originalen Geschichte alternative Enden oder sogar ganze alternative Fortsetzungen zu schreiben, die man auf einer Fanseite, die es ja zu fast jedem SF-Buch gibt, zu posten, wo man die Möglichkeit hat, von anderen positives Feedback zu erhalten. Und, wer nicht schreiben will oder kann, der kann auf solchen Seiten ja auch nur mit anderen über die Geschichte fachsimpeln, wie es beispielsweise bei den Marvel-Filmen und -Charakteren geschieht.

Neben diesen gibt es natürlich noch weitere Reize an der Science-Fiction und jeder hat natürlich verschiedene persönliche, aber die obigen sind, wie ich persönlich finde, die gewichtigsten.

Falk Bosse, 9a

SciFi: Trost in schweren Zeiten

Ist es nicht schön, vor allem in der heutigen Zeit, wenn man zumindest ein paar Minuten der Realität entfliehen kann? Ihr denkt jetzt vielleicht: „Eigentlich ja schon, aber wie soll das gehen und wie passt das jetzt zu SciFi? Hast du eine Zeitmaschine erfunden oder was?“

 Nein! Was denkt ihr denn? Dass ich Einsteins Urenkel bin oder so? Keine Sorge, hätte ich so etwas erfunden, würde ich jetzt sicher nicht hier sitzen und Texte schreiben, sondern wäre schon lange vom FBI entführt worden.

Aber das Ganze geht viel einfacher. Schlicht und einfach – Bücher sind die Lösung. Und ja, auch in so etwas Altmodischem wie einem Buch gibt es das Genre Science Fiction. Der Vorteil gegenüber Netflix, Disney + und wie sie alle heißen ist, dass unsere eh schon enorme Bildschirmzeit nicht nochmals erhöht wird. Außerdem kann man sich so seine eigene Vision erschaffen und bleibt nicht im goldenen Käfig der Filme gefangen.

Grundsätzlich ist für jeden das Richtige dabei. Ob naturwissenschaftlich, technisch, ökologisch oder sozialwissenschaftlich, in Utopie und Dystopie, also der guten und nicht ganz so guten Zukunft, kann man sich stundenlang verlieren. Hauptsache keine Pandemie. Vielleicht ist ja die tatsächliche Zukunft auch dabei. Warum also sollten wir uns nicht damit beschäftigen?

Absolut empfehlenswert finde ich zum Beispiel „Ocean City“ von R.T. Acron oder „Cryptos“ von Ursula Poznanski, beides Werke der sogenannten „Climate Fiction“. Die Erde ist größtenteils unbewohnbar und die Weltbevölkerung flieht sich in schwimmende Städte, beziehungsweise virtuelle Welten. Wie auch in der Gegenwart läuft natürlich nicht immer alles glatt. Zu unserem Glück, denn so sind beide Stücke schön spannend und actiongeladen. Also, auch wenn ihr nicht die größten Lesefans seid, probiert es doch einfach mal aus.

Jonas Doppler, 9a