Musik! Zeitreise in die Zeit Bachs – Der Freischütz als Watchparty

Zeitreise in die Zeit Johann Sebastian Bachs

Im Rahmen des Musikunterrichts beschäftigten sich die Klassen 6a, 6b und 6d schon vor dem (zweiten) Lockdown mit dem Leben und exemplarischen Kompositionen von Johann Sebastian Bach. Zum Abschluss dieser Sequenz fertigte jede/r Schüler/in ein Überblicksplakat über das erworbene Wissen an. Teilweise recherchierten die Schüler/innen zusätzlich zu den im Unterricht thematisierten Inhalten. Das Ergebnis zeigt sich in tollen Zusammenstellungen, die mit viel Liebe zum Detail entworfen wurden. Einige Exemplare sind hier abgebildet.

Modernes Hotel statt düsteren Waldes

Die Klasse 10d besucht die Premiere des „Freischütz“ an der Staatsoper München in einer gemeinsamen Watchparty

Noch nie konnten wir mit einer Schulklasse Premierenkarten für eine Neuinszenierung an der Staatsoper ergattern. Dass unser Leben sich momentan hauptsächlich daheim oder im Netz abspielt, bietet hier zumindest einen gewissen Vorteil: wir waren zusammen im Livestream der vielbeachteten Premiere an der Münchner Staatsoper mit Watchparty und wurden dort auch vom Social media-Team der Staatsoper begrüßt. Danach verfassten die Schülerinnen und Schüler der 10d in Gruppen jeweils eine Premierenkritik, die die widersprüchlichen Eindrücke genauso widerspiegelten wie das Echo in den Feuilletons der großen Zeitungen. Einige Ausschnitte aus den Texten sind hier zu lesen.

Von der ursprünglichen Oper „Der Freischütz“ sind ein paar moderne Abwandlungen zu finden, wie vom Kaiser zum Geschäftsmann Kuno und vom früheren Förster zur Arbeitsstelle im Militär. Diese Inszenierung ist sehr einfallsreich und der Zeit entsprechend modern gelöst.

Durch den immer gleichbleibenden Hintergrund konnte man der Handlung nicht zu hundert Prozent folgen. Die SängerInnen und MusikerInnen überzeugten jedoch mit ihrem Können. Bei den Zuschauern waren die Meinungen sehr gespalten. Viele fanden die Neuinszenierung gelungen, während einige nicht sehr begeistert waren und ihre Frustration im Chat entließen. Es war interessant, die Kommentare während der Oper zu lesen und mitzudiskutieren. Uns persönlich gefielen am besten die Sängerinnen der Agathe und des Ännchen.

 

Natürlich sollte über die Atmosphäre durch den Livestream gesprochen werden. Da kein Publikum um einen herum war, konnte man wenig die Reaktionen anderer sehen. Allerdings wurde hier eine sehr gute Lösung gefunden, denn durch einen Chat konnte man sich mit den anderen Zuschauern austauschen. Dies war andererseits auch ein Ort für Hater und es wurden einige dreiste, nicht nachgedachte Kommentare abgelassen. Die Stimmung zuhause war trotzdem schön, zusammen mit der Familie konnte man sich auf der Couch entspannen und der Oper zugesehen werden. Es war sehr schön eine so große Oper, mit professionellen Darstellern miterleben zu dürfen.