Präsentation des P-Seminars Deutsch: Neugestaltung der Schulbibliothek

Das P-Seminar Deutsch der Q12 mit dem Titel „Schulbibliothek heute – mehr als nur ein Ort für Bücher. Räumliche und konzeptionelle Neugestaltung der Schulbibliothek als Lern- und Lebensort am Gymnasium Schrobenhausen im Kontext von Umbaumaßnahmen“ hat im Rahmen einer gelungenen Präsentation das erarbeitete Konzept für eine neue Schulbibliothek vorgestellt. In einem sehr souveränen Vortrag referierten die vier OberstufenschülerInnen Marlene Melzer, Michelle Wluka, Johannes Schalk und Paul Suermann absolut frei über die Ergebnisse einer sehr guten Teamarbeit der letzten anderthalb Jahre.

Nach einer anfänglichen Bestandsaufnahme in der schuleigenen Bibliothek und dem Quellenstudium des ministeriellen Bibliotheksplans kam die Lerngruppe schnell zur Erkenntnis, dass theoretische Vorgaben aus dem Kultusministerium und Realität am Gymnasium Schrobenhausen, den Lernort Bibliothek betreffend, doch divergieren. Das selbstständige Organisieren eines Besuchs an anderen Schulbibliotheken – in Zweierteams begab man sich nach Pfaffenhofen, Markt Indersdorf, Wolnzach, Ingolstadt oder Augsburg – und das Einarbeiten der dort entdeckten Best-Practice-Beispiele hat den Schülern viel Spaß gemacht. Daraus entstand dann die Idee, dass man diese Dinge in einer Art fiktiven Wunschbibliothek zusammenstellen könnte. So kam es schließlich zu einem Modell, das sie mithilfe eines 3D-Druckers entworfen hatten. Außerdem erstellten die P-Seminarteilnehmer einen Flyer, in welchem die zentralen Punkte der Präsentation zusammengefasst sind. Weil sich das Gymnasium dem Gedanken der Umweltschule verschrieben hat, sollte diese Kleinbroschüre nicht in Papierform verteilt werden. Man kann diese stattdessen online auf der Schulhomepage abrufen. Damit die Zuhörer noch im Rahmen des Präsentationsnachmittags gleich darauf zugreifen konnten, erstellte das Seminar eigens einen QR-Code, sodass man via Smartphone gleich dorthin gelangen konnte. Die Schüler haben sowohl hier als auch bei der technischen Ausarbeitung der PowerPoint Präsentation, in die u.a. ein mit Musikbett unterlegtes Video über das 3D-Modell zur besseren Visualisierung der Ideen integriert war, vielfach unter Beweis gestellt, wie fit sie in Sachen digitalem Arbeiten schon sind.

Das gesamte Seminar unter der Leitung von Deutschlehrer und Bibliotheksbeauftragtem Klaus Hohn freute sich sehr über die Vielzahl der geladenen Gäste aus der Kommunal- und Regionalpolitik, Vertreter des Sachaufwandsträgers, des Elternbeirats und Fördervereins der Schule sowie die anwesenden Lehrkräfte und Schüler, die den Vortrag gespannt verfolgten.

Im Anschluss konnte bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen ein reger Austausch über die Bedürfnisse, welche Schüler an eine moderne Schulbibliothek haben, und warum sie trotz oder gerade wegen der Digitalisierung der Gesellschaft fester Bestandteil eines Gymnasiums auch in Zukunft sein muss, stattfinden. Hingucker in jedem Fall war ein Nusskuchen in Buchform und Schulfarben.