Selbst einmal Minister sein

Schüler des Arbeitskreises Politik und Zeitgeschichte des Gymnasiums Schrobenhausen beim Planspiel POL&IS

27 Schüler des Arbeitskreises „Politik und Zeitgeschichte“ des Gymnasiums Schrobenhausen unter der Leitung von Herrn Huber fuhren zusammen mit 19 Schülern des Begabten-Stützpunkts am Holbein-Gymnasiums in Augsburg zur Begegnungsstätte Ottmaring bei Friedberg, um drei Tage lang an einer Politiksimulation teilzunehmen. Dort durften sie selbst in die Welt der Politik und Verhandlungen eintauchen. Als Minister der Regionen oder Vertreter internationaler Einrichtungen wie Presse, NGOs oder der Weltbank erhielten sie Einblicke in die Arbeit der Vereinten Nationen und vertieften ihre Fertigkeiten am Rednerpult, in den Verhandlungsräumen oder an der Börse.

„Sehr geehrte/r Frau/Herr Generalsekretär/in, sehr geehrte Vertreter/innen der Weltpresse, der Weltbank und der NGOs und sehr geehrte Vertreter/innen der Regionen“, ganz professionell beginnt jede Rede der Minister in der UN-Generalversammlung. Geleitet wird diese von den beiden gewählten UN-Generalsekretären. Die zehn Regionen wie Europa, Südamerika, Arabien oder Indien werden von jeweils drei Ministern vertreten. Außerdem dürfen einige Schüler ihr mathematisches Geschick als Vorsitzende der Weltbank oder ihre Kreativität als Mitglied der NGOs (Non Governmental Organisations, also Nichtregierungs-organisationen wie greenpeace oder amnesty international) oder der Weltpresse unter Beweis stellen. Das ist die Grundstruktur der Simulation von POL&IS (Politik und Internationale Sicherheit). Extra für junge Menschen konzipiert und von zwei Jugendoffizieren koordiniert, bieten die Simulationen den Jugendlichen eine Plattform, ihr politisches Wissen zu vergrößern, vor einem großen Publikum die Redefertigkeiten zu verbessern und verantwortungsvoll seine Region zu vertreten, schließlich wird versucht, das politische Umfeld so real wie nur möglich darzustellen.

Eine Schülerin, die bei den Simulationen die NGOs vertrat, betonte, man hätte bei allen Teilnehmern eine deutliche Verbesserung der Redefertigkeiten beobachten können, wobei jeder nach und nach seine Unsicherheit hätte abschütteln können. Auch in den zwischen den Schulen gemischten Gruppen herrschte eine konstruktive, mit sehr viel Spaß verbundene Zusammenarbeit, da sich die Schüler sehr gut miteinander verstanden – so gut, dass der Kontakt einiger auch nach POL&IS bestehen bleiben wird.

Besonders beeindruckend fanden einige Teilnehmer zudem, wie schnell man sich in die Rolle einfinden konnte, auch wenn die Tätigkeit selbst nicht ganz einfach war. Eine Schülerin meinte dazu, man könne erst so wirklich nachempfinden, wie kompliziert und anspruchsvoll es sei, Politik zu machen, wenn man plötzlich selbst vor den großen Entscheidungen stehe. Doch gerade das fanden die meisten sehr interessant und lehrreich – nicht nur für den Moment, sondern fürs Leben.