Schule, ja – aber kein „normaler“ Unterricht! So lautete das Motto für die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe. Im Rahmen der diesjährigen Wissenschaftswoche durften sie die gewohnte Unterrichtsform im Klassenverbund verlassen und stattdessen das wissenschaftliche Arbeiten erproben. Unter dem Rahmenthema „Zukunft“ setzten sie sich mit zukunftsrelevanten Fragestellungen auseinander und entwickelten erste wissenschaftspropädeutische Kompetenzen.
Eine Woche lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen – regulärer Unterricht fand in dieser Zeit nicht statt. Nach persönlichem Interesse wählten sie einen spezifischen Untersuchungsschwerpunkt: So beschäftigten sie sich beispielsweise mit dem Mercosur-Abkommen, der Zukunft Jakartas im Zusammenhang mit dem Klimawandel, dem Verhältnis von Religion und Frieden oder dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf die Musikindustrie. Andere entwickelten kreative Konzepte für ein Schulgebäude der Zukunft.
Nach einer intensiven Woche voller Recherche, Auswertung und Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Arbeiten sowie Fragen des Layouts und der Formatierung präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse beim Präsentationsnachmittag. Dieser fand in Form eines Gallery Walks statt: Jede Gruppe erstellte ein wissenschaftliches Poster und stellte es anschließend im Mehrzweckraum interessierten Zuhörergruppen vor. In kurzen Vorträgen konnten die Schülerinnen und Schüler dabei ihr neu erworbenes Expertenwissen überzeugend unter Beweis stellen.
Dieser schulinterne Nachmittag begeisterte sowohl die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen als auch die betreuenden Lehrkräfte, denn er bot ein breites Spektrum verschiedener Fragestellungen rund um das Thema „Zukunft“.
Als erste Form wissenschaftlichen Arbeitens soll die Wissenschaftswoche die Schülerinnen und Schüler gezielt auf das W-Seminar in der Oberstufe vorbereiten. Darüber hinaus ermöglicht sie aber auch einen Ausblick auf die Anforderungen an der Universität: Inhalte, Methoden, Sozialkompetenz, Selbstorganisation und Präsentationskompetenz, die hier erprobt wurden, werden auch im späteren Studium oder in der beruflichen Ausbildung eine wichtige Rolle spielen.
Anna Fleschhut