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  • Schuljahr 2026/27: Materiallisten für die Unterstufe

    Schuljahr 2026/27: Materiallisten für die Unterstufe

    Die Listen beziehen sich nur auf das Material, das in der Unterstufe benötigt wird. Ab der Jahrgangstufe 8 ersetzen nach Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft schrittweise Ordner und Tablet die Hefte.

    Materialliste Jahrgangsstufe 5

    Materialliste Jahrgangsstufe 6

    Materialliste Jahrgangsstufe 7

     

  • M+E-Infotruck zu Gast in Schrobenhausen

    M+E-Infotruck zu Gast in Schrobenhausen

    Im Rahmen des Tags des Handwerks machteeinerder M+E-InfoTrucks der Metall- und Elektro-Industrie vier Tage (23.-26.06.2026) Station am Gymnasium Schrobenhausen. An sehr modern ausgestatteten exemplarischen Arbeitsplätzen aus den M+E-Berufsfeldern lernten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Regens-Wagner-Berufsschule technische Zusammenhänge kennen und erlebten die Faszination Technik praxisnah und intuitiv.

    Foto: S. Soier

  • Jazzkonzert am Gymnasium Schrobenhausen: Big Band und Freunde

    Jazzkonzert am Gymnasium Schrobenhausen: Big Band und Freunde

    Am Dienstag 23. Juni lud unsere Big Band zu einem Konzert in die Aula ein. Mit raffinierten und schwungvollen Arrangements und beschwingtem Musizieren wussten die jungen Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Robert Alonso das  schwitzende Publikum zu beleben und wurden dafür mit begeistertem Applaus belohnt.

    Im zweiten Teil musizierte die Schülerband Börner (Foto), die eigene Bearbeitungen von funkigen Jazz-Hits vorbereitet hatte. Als krönenden Abschluss gab es eine Jam-Session, bei der sich einige Mitglieder der Big Band in solistischer Formation zum spontanen Musizieren und Improvisieren zusammenfanden. 

  • Das Gymnasium Schrobenhausen erneut als „Umweltschule“ ausgezeichnet

    Das Gymnasium Schrobenhausen erneut als „Umweltschule“ ausgezeichnet

    Beim dritten Day of Hope am 11. Juni 2026 im Werksviertel Mitte in München, einem Tag rund um Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und positive Zukunftsideen feierten rd. 1.150 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte die Auszeichnung ihrer Schule als „Umweltschule in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule“. Auf der Bühne vor dem Umadum sprachen der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber und der erste Vorsitzende des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. (LBV), Dr. Norbert Schäffer allen 626 für das Schuljahr 2024/25 ausgezeichneten Umweltschulen ihre Anerkennung aus.

    Foto: offiziell freigegebenes Foto vom „Day of Hope“; Fotograf: S. Obermeier, StMUV

  • „Outdoor Learning and Adventure Education“ in Bologna

    „Outdoor Learning and Adventure Education“ in Bologna

    Vom 05. bis 12. Juli 2025 durfte ich an der o.g. Fortbildung der Erasmus Learning Akademie partizipieren.

    Am ersten Tag der Fortbildung fand zunächst ein kurzes „Come Together“ auf dem „Camplus Living Bononia“, Unterkunft und Fortbildungszentrum zugleich, mit den anderen Fortbildungsruppen zu den Themen „Drama in Education: Tools for Creativity, Trust and Emotional Intelligence“ sowie „Introducing Project Based Learning in the Classroom“ statt. Anschließend wurde eine Stadtführung durch Bologna, bei der die Teilnehmenden erste Eindrücke von Geschichte und Kultur der Stadt gewinnen konnten, angeboten. Besichtigt wurden u.a. die Piazza Maggiore mit dem bekannten Neptunbrunnen sowie die Universität von Bologna („Unibo“), die als älteste Universität der westlichen Welt gilt. Ein Höhepunkt der Führung war das sogenannte „Finestrella“ (kleines Fenster), das einen überraschenden Blick auf den Canale Reno eröffnet und Bologna den Beinamen „La piccola Venezia“ verleiht. Außerdem führte der Rundgang zu den berühmten schiefen Türmen der Stadt, den „Torri Garisenda und Asinelli“, Wahrzeichen Bolognas.

    Die nächsten Tage standen ganz im Zeichen der Outdoor-Aktivitäten.

    Im Rahmen der Fortbildung wurden die Grundprinzipien und Vorteile von Outdoor Education und Outdoor Learning vermittelt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der praktischen Umsetzung der Erlebnis- und Umweltpädagogik sowie der Gestaltung von Lernprozessen außerhalb des Klassenzimmers.

    Durch Trekking-Aktivitäten in der Umgebung von Bologna wurden praxisnahe Methoden wie Naturerfahrungen, Teambuilding-Übungen, Orientierungsspiele und verschiedene Gruppenaufgaben erprobt.

    Ausflugsziel war u.a. die Wallfahrtskirche „San Luca“ hoch auf einem Hügel oberhalb von Bologna. Dort bietet sich ein beeindruckender Blick über die Stadt. Der Aufstieg erfolgte über Treppen entlang der berühmten, fast vier Kilometer langen Arkaden, die zu den längsten überdachten Bogengängen der Welt zählen.

    Ebenfalls wandten die Teilnehmenden in Parks Bolognas sowie auf den umliegenden Hügeln verschiedene Outdoor-Unterrichtsmethoden an. Im Mittelpunkt standen die Planung und Durchführung eigener Aktivitäten unter Berücksichtigung pädagogischer Ziele sowie wichtiger Gesundheits- und Sicherheitsaspekte. Der theoretische Input erfolgte begleitend zwischen den praktischen Einheiten und behandelte unter anderem die sorgfältige Vorbereitung, klare Strukturierung und Evaluation erfolgreicher Outdoor-Lernangebote. Durch den Austausch mit Teilnehmenden aus Spanien und Ungarn entstanden wertvolle Impulse für die Entwicklung eines eigenen Outdoor-Unterrichtsstils.

    Den freien Nachmittag nutzten meine tschechische Kollegin und ich für einen Kurztrip nach Cervia ans Meer.

    An den Abenden traf man sich stets mit anderen Teilnehmenden in der Stadt oder im gegenüberliegenden Kulturzentrum.

    Neben den fachlichen Inhalten stellte auch der regelmäßige Austausch mit den Teilnehmenden aus Polen, Ungarn, Spanien, Portugal, La Réunion, Frankreich Tschechien und aus anderen deutschen Bundesländern einen großen Mehrwert der Fortbildung dar. Besonders die Gespräche am Abend boten Gelegenheit, Erfahrungen aus verschiedenen Bildungssystemen zu teilen, neue Perspektiven kennenzulernen und voneinander zu profitieren. Dabei entstanden internationale Kontakte, die über die erlebnisreiche Fortbildungswoche in Bologna hinaus bestehen.

    Claudia Schweitzer

    Beitragsbild: Volonteer Silan Karakoc


    Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autorin/des Autors bzw. der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.

  • Inspiration und KI-Trends dank Erasmus+

    Inspiration und KI-Trends dank Erasmus+

    Ein Auslandsaufenthalt im Rahmen des Erasmus+-Programms ist weit mehr als eine reine Fortbildung – er ist eine Inspirationsquelle, die den eigenen Horizont erweitert und neue Energie in den Schulalltag bringt. Vom 4. bis 8. Mai 2026 hatte ich die Gelegenheit, an dem intensiven fünftägigen KA1-Fortbildungskurs „Integrating AI & ICT into the Classroom“ bei Euromentor in Barcelona teilzunehmen. Diese Woche bot nicht nur einen tiefen Einblick in die rasanten Entwicklungen der digitalen Bildung, sondern zeigte auch eindrucksvoll, wie stark der europäische Austausch die eigene pädagogische Arbeit bereichern kann.

    Der Kurs startete nach einer herzlichen Begrüßung mit den traditionellen Schulpräsentationen, die sofort eine wunderbare Basis für das gegenseitige Kennenlernen legten. In einer kleinen, dynamischen Gruppe von vierzehn Lehrkräften erwarben wir wertvolle Kompetenzen in der effektiven Integration digitaler Werkzeuge in den täglichen Unterricht, um das Engagement und die Motivation unserer Schüler gezielt zu steigern. Durch die überschaubare Gruppengröße entstand eine hochgradig produktive Arbeitsatmosphäre, die von einem kontinuierlichen Feedback seitens des kompetenten Kursleiters sowie der anderen Teilnehmenden geprägt war.

    Im Zentrum stand dabei das Erproben zukunftsweisender Plattformen wie Gemini, Magic School und Google Learn your Way, ergänzt durch eine intensive Praxisarbeit mit NotebookLM, Claude, Gamma.app, Educaplay, Blooket und Make.com. Ein weiterer Fokus lag auf dem Bereich der Digitalen Spiele und des Game-Based Learnings, bei dem wir innovative Bildungsplattformen und interaktive Unterrichtsmethoden testeten. Die praktischen Sitzungen mit modernen KI-Werkzeugen ermöglichten es uns, maßgeschneiderte, personalisierte Lernerfahrungen zu kreieren und zukunftsweisende Trends in der Bildungstechnologie zu erkunden. In kollaborativen Workshops vertieften wir das Erlernte bei der Erstellung digitaler Ressourcen wie Präsentationen und Arbeitsblättern, die perfekt auf individuelle Schülerbedürfnisse zugeschnitten sind. Jedes Thema wurde sofort praktisch erprobt, wobei auch wichtige Kompetenzen im Bereich des Datenschutzes und der ethischen Aspekte beim Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bildungswesen geschult wurden.

    Ein besonderes Highlight dieser Erasmus+-Mobilität war der intensive interkulturelle Dialog. Die Teilnehmenden kamen aus fünf verschiedenen Ländern – Ungarn, Rumänien, Polen, Italien und Deutschland –, was zu spannenden Diskussionen führte. Es war faszinierend zu sehen, wie Kolleginnen und Kollegen in ganz Europa mit den Herausforderungen der Digitalisierung umgehen. Dieser Blick über den Tellerrand schärft das Bewusstsein für gemeinsame europäische Bildungsziele und liefert wertvolle Impulse, die man aus reinen Online-Schulungen oder nationalen Fortbildungen niemals mitnehmen könnte.

    Nach einem erfolgreichen Kursabschluss, bei dem konkrete Aktionspläne für die Umsetzung an den jeweiligen Heimatschulen erarbeitet wurden, und der feierlichen Übergabe der Teilnahmezertifikate kehrte ich mit einem reich gefüllten Koffer voller neuer Ideen an unsere Schule zurück. Um diesen Mehrwert an das gesamte Kollegium weiterzugeben, werde ich eine schulinterne Fortbildung anbieten. Als Multiplikatorin möchte ich die in Barcelona gewonnenen Erkenntnisse mit meinen Kolleginnen und Kollegen teilen, damit wir gemeinsam die digitale Zukunft unserer Schule gestalten und die neuen Plattformen gewinnbringend in unseren Unterricht integrieren können. Diese Erfahrung hat einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar das Erasmus+-Programm für die persönliche und professionelle Weiterentwicklung von Lehrkräften ist und wie sehr unsere gesamte Schulgemeinschaft von diesem europäischen Netzwerk profitiert.

    Lucilla Erika Furia, StRin


    Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autorin/des Autors bzw. der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.

  • Mein Erasmus+-Abenteuer in Argelès-sur-Mer

    Mein Erasmus+-Abenteuer in Argelès-sur-Mer

    Frankreich hat mich überrascht und das sagt jemand, der nicht leicht zu überraschen ist.

    Mein Aufenthalt führte mich nach Le Racou, einer kleinen Küstengemeinde im Süden Frankreichs. Die Region wirkt auf den ersten Blick französisch, ist aber stark vom katalanischen Einfluss geprägt. Jede zweite Person hatte spanische oder katalanische Wurzeln, was sich vor allem in der Küche widerspiegelte. Das Essen war mediterran, voller Meeresfrüchte, mit Gerichten wie Paella, eher spanisch als klassisch französisch.

    Jeden Morgen fuhren wir mit dem Bus zur Schule nach Argelès-sur-Mer. Das Schulleben unterschied sich deutlich von Deutschland, dreimal pro Woche ging der Unterricht bis 17:45 Uhr. Die Schulkantine hat mich positiv überrascht: Für 4,50€ gab es täglich eine ordentliche, oft sogar gehobene Mahlzeit, weil die Schule ein eigenes Hotel mit Restaurant betreibt, in dem Schüler der Hotelfachrichtung praktisch ausgebildet werden.

    Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, waren die Menschen. Überall wurde man herzlich aufgenommen, offen und ohne die Reserviertheit, die ich aus dem deutschen Alltag kenne. Meine Gastfamilie hat mir gezeigt, wie sehr die Menschen dort auf innere Zufriedenheit achten anstatt sich zu stressen. Materieller Wohlstand spielt dabei eine untergeordnete Rolle, viele fahren ältere Autos, aber die Lebensfreude, die man täglich spürt, sucht ihresgleichen. Das ist kein Vorwurf an uns Deutsche, sondern einfach eine ehrliche Beobachtung, die mich zum Nachdenken gebracht hat.

    Ein besonderes Highlight hatte ich noch obendrauf: Der Vater meiner Gastfamilie ließ mich seinen 1964er Mercedes SL fahren. Ein Moment, den ich so schnell nicht vergesse.

    Sprachlich war es anfangs eine echte Herausforderung, da etwa 95% der Menschen kein Englisch sprechen und ich von Anfang an auf Französisch angewiesen war. Mit der Zeit wurde es leichter und gegen Ende konnte ich Gespräche führen ohne jeden Satz vorher im Kopf zu übersetzen. Sprache lernt man eben am besten wenn man keine andere Wahl hat.

    Außerhalb der Schule verbrachten wir fast täglich am Meer. Wir wohnten nur 50 Meter davon entfernt, morgens aufwachen und direkt das Rauschen der Wellen hören, das war ein Gefühl das man nicht beschreiben kann. Zusammen mit Freunden spielten wir Fußball oder fuhren nach Collioure, einer wunderschönen Stadt mit einer malerischen Hafengegend, die für sich allein schon eine Reise wert ist.

    Frankreich hat mir gezeigt, dass Zufriedenheit und Dankbarkeit mehr wert sein können als materieller Erfolg. Wie glücklich die Menschen dort im Alltag waren hat wirklich etwas in mir ausgelöst und das nehme ich als wertvollste Erinnerung mit nach Hause.

    Arda, 11a

     

     


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  • „Die Schule der tausend Hausmeister“? Jobshadowing in Falkenberg/Schweden

    „Die Schule der tausend Hausmeister“? Jobshadowing in Falkenberg/Schweden

    Vom 12. bis 18.4.26 durfte ich im Rahmen des Erasmus+ Programms an einem Jobshadowing an der Falkenberg Gymnasiumsskola in Schweden teilnehmen.

    Da ich mit dem Flugzeug angereist bin, verlief die Anreise sehr komfortabel. Auch die Weiterreise von Göteborg nach Falkenberg mit Bus und Bahn war sehr angenehm.

    In Falkenberg holte mich Patrick Huisken, ein Lehrer der Schule, den ich auf einer Erasmus-Fortbildung in Florenz kennengelernt hatte, am Bahnhof ab. Er zeigte mir den Standort der Schule und die wichtigsten Gebäude in Falkenberg und brachte mich zu meinem Hotel. Falkenberg ist eine nette kleine Hafenstadt in Südschweden an der Ostseeküste, in etwa in der Mitte zwischen Göteborg und Malmö. Von der Größe her ist sie mit Schrobenhausen vergleichbar.

    Am Montagmorgen um Acht ging es in die Schule. Das schwedische Schulsystem ist ein wenig anders strukturiert als das Deutsche. Hier gehen die Schüler bis zur 10. Klasse auf eine Gesamtschule, sodass die eigentlichen Gymnasien erst danach beginnen. Das Gymnasium in Falkenberg beinhaltet neben den klassischen Fächern, die wir kennen, auch eine stärkere Einbindung von sozialwissenschaftlichen, wirtschaftlichen und berufspraktischen Fächern. Trotzdem kommt einem vieles bekannt vor. Normalerweise dauert der Unterricht auch deutlich länger als bei uns, er endet meist erst gegen 16 Uhr. Insofern ist es für die Schüler normal in der Schule ein (für sie kostenfreies) Mittagessen zu sich zu nehmen. Auch die Lehrer verbringen deutlich mehr Zeit in der Schule als bei uns. Sie besitzen einen festen Arbeitsplatz in kleinen Büros und sind in dieser Schule angehalten die normale Wochenarbeitszeit von 37 Stunden in der Schule zu verbringen. Dieses mehr an Zeit, welches die Menschen in der Schule verbringen, spiegelt sich auch in den Räumlichkeiten wider. Neben den normalen Klassenzimmern (die ähnlich wie bei uns ausschauen) stehen den Schülern und Lehrern eine Vielzahl von Räumlichkeiten aller Größe zum Arbeiten zur Verfügung.

    Insgesamt ist die Unterrichtsatmosphäre in Schweden (bzw. am Falkenberg Gymnasium) etwas freier und offener als bei uns. Es wird weniger Wert auf Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit und Unterrichtsdisziplin gelegt. Die Anzahl an verpflichtenden Prüfungen und Tests scheint ebenfalls etwas geringer zu sein. Mir wurde gesagt, dass es auch schwieriger ist die Schüler zu kontrollieren. So ist eine Pflichtwiederholung der Jahrgangstufe nicht vorgesehen. Auch eine Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung (Abitur) ist nicht vorhanden. Dies führt dazu, dass manche Schüler dann nach den drei Jahren die Abschlussprüfung nicht schaffen. Insofern würden sich die meisten schwedischen Lehrer, mit denen ich gesprochen habe, wünschen, dass sie stärkeren Einfluss auf die Schulkarrieren der Schüler nehmen und ein paar zusätzliche Hürden einbauen könnten. Trotzdem ist die Unterrichtsatmosphäre meist gut und konzentriert und mein subjektiver Eindruck war, dass die Schüler auf einem ähnlichen Lernniveau arbeiten wie bei uns. In Bereichen wie freies Präsentieren und Teamarbeit scheinen sie zum Teil sogar geübter zu sein.

    Ich besuchte am Montag ein paar Unterrichtsstunden, wobei es in Schweden neben der eigentlichen Biologie auch das Fach Naturkunskap unterrichtet wird, welches neben rein biologischen Themen ein wenig mehr den Fokus auf soziale Themen wie Ernährungs- und Umweltaspekte legt.

    Am Dienstag wollte ich mir eine Doppelstunde Chemie anschauen. Aber erstmal legte ein Feueralarm die Schule lahm. Wie bei uns musste das gesamte Schulgebäude evakuiert werden und man wartete draußen, bis es sich als Fehlalarm herausgestellt hatte.

    Auch die restlichen Tage verbrachte ich mit Unterrichtsbesuchen und Gesprächen mit den Lehrern. Wobei es relativ schwierig war, einen festen Stundenplan zu bekommen, da sich ein Teil der Stunden überschneidet. Leider konnte ich mir insgesamt nur eine Doppelstunde in Geographie anhören, da dieses Fach in Schweden einen noch geringeren Stellenwert als bei uns besitzt.

    Warum „Schule der tausend Hausmeister“? Was mir ziemlich früh auffiel, war, dass im Schulgebäude etliche Erwachsene mit ein oder zwei roten Werkzeugkästen in der Hand herumliefen. So dachte ich, dass die Schule sehr gut mit Hausmeistern ausgestattet ist. Aber das waren alles Lehrer. Diese haben von der Schule jeweils zwei „Werkzeugkästen“ zur Verfügung gestellt bekommen. In einem bewahren sie ihre Stifte für die Whiteboards auf, in dem anderen sollen sie am Beginn des Unterrichts die Handys der Schüler einsammeln. Da das Einsammeln von Handys erst seit diesem Schuljahr durchgeführt wird, ist es für die Schüler und Lehrer noch nicht wirklich zur Selbstverständlichkeit geworden.

    Interessant fand ich auch die Tatsache, dass in allen Chemie- und Bioräumen aus Sicherheitsgründen eine richtige Notdusche installiert ist und nicht nur wie bei uns eine Augendusche.

    Gespräche über die Nutzung von KI in der Schule: Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Björn, der versucht, KI an der Schule zu implementieren. Sie haben an der Schule nie versucht es wirklich zu verbieten, sondern sind von Anfang an den Weg gegangen, die Schüler dazu zu bringen KI sinnvoll einzusetzen. Dies führt sogar soweit, dass sie grob die Fragen von Tests vorher ausgeben, um nachher zu schauen, ob die Schüler die richtigen Informationen herausgezogen haben. Ähnlich wie bei uns gibt es schulinterne Fortbildungen für die Lehrer zum sinnvollen Einsatz von KI im Unterricht. Da Falkenberg hierfür eine Art Modelschule darstellt, deutlich umfangreicher als bei uns (drei Phasen mit Evaluation).

    Am Freitagnachmittag nahmen mich noch ein paar Lehrer der Schule mit auf einen Afterwork Drink. Wir hatten eine umfangreiche Diskussion über das Problem, dass in schwedischen Schulen die Präsentationskompetenz höher gewichtet ist als die Wissenskompetenz.

    Nach einer Woche voller Eindrücke bin ich dann samstags nach einem Tag Sightseeing in Göteborg zum Ausklang gut wieder in Deutschland gelandet.

    Ich möchte mich ganz herzlich bei allen denen bedanken, die mir diese Woche in Schweden ermöglicht haben, insbesondere bei meiner Familie, dem Erasmusteam der Schule, der Schulleitung und natürlich bei all den Kollegen die die Vertretungen für mich gehalten haben.

    Rainer Stiefken

    Fotos: Rainer Stiefken



    Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.

  • Chemie hilft auch gegen kalte Hände

    Chemie hilft auch gegen kalte Hände

    „Do-It-Yourself“ liegt seit Jahren im Trend und findet auch verstärkt Einzug in die naturwissenschaftlichen Wettbewerbe. So waren Caroline und Mila (beide 6e) sowie Jakob (6d) in der zweiten Runde des Wettbewerbs „Experimente antworten“ unter anderem mit der Herstellung eines Taschenwärmers konfrontiert. Obwohl als Materialien lediglich ein Gefrierbeutel sowie Kohle- und Eisenpulver zur Verfügung standen, wurden die fertigen Produkte teilweise bis zu 30°C warm. Da die Jungforscher neben dieser Herausforderung auch alle anderen Aufgaben der Wettbewerbsrunde mit Bravour lösen konnten, wurde ihnen von der Jury die Teilnahme „mit großem Erfolg“ bestätigt. Die entsprechenden Urkunden und Preise bekamen sie von Herrn Dr. Köhler persönlich überreicht.

    Die letzte Wettbewerbsrunde läuft bereits und wir drücken die Daumen, dass Caroline, Mila und Jakob erneut so erfolgreich sein werden.

  • Erasmus+: unsere spanische Partnerschule bei uns zu Gast

    Erasmus+: unsere spanische Partnerschule bei uns zu Gast

    Nach dem Besuch bei unserer Partnerschule in Berga Ende März freuten sich alle sehr darauf, die spanischen Schülerinnen und Schüler im Mai in Schrobenhausen begrüßen zu können und gemeinsam eine Woche voller schöner Erlebnisse im Zeichen eines intensiven sprachlichen und kulturellen Austauschs zu verbringen.

    Nach der Ankunft in München erreichte die Gruppe aus Berga am Dienstagvormittag Schrobenhausen. Am Hallenbad wurden die Gäste herzlich empfangen – viele Schülerinnen und Schüler trugen dabei ihre bayerische Tracht, was sofort für eine offene und freundliche Atmosphäre sorgte und erste Gespräche erleichterte. Nach einem ersten Kennenlernen in der Schule erhielten die Gäste im Unterricht einen unmittelbaren Eindruck vom deutschen Schulalltag. Anschließend ging es zum Mittagessen in die Gastfamilien, die ihre Austauschpartner bereits mit großer Vorfreude erwarteten. Am Nachmittag stand der Besuch der Bäckerei Seitz auf dem Programm, bei dem die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in ein traditionelles bayerisches Handwerk erhielten und das Brezendrehen selbst ausprobieren konnten. Danach erkundeten die deutsch-spanischen Teams bei einer Stadtrallye Schrobenhausen und lernten die Stadt aus verschiedenen Perspektiven kennen. Der erste Tag klang bei einem gemeinsamen bayerischen Buffet in der Schule und vielen Gesprächen entspannt aus – die lange Anreise war damit schnell vergessen.

    Am darauffolgenden Tag stand ein Ausflug nach Regensburg auf dem Programm. Zunächst führte der Weg zur Walhalla, von wo aus es per Schiff auf der Donau weiter in die UNESCO-Welterbestadt ging. Dort boten die beiden Wahrzeichen der Stadt, die Steinerne Brücke und der Regensburger Dom, eindrucksvolle Einblicke in die lange Geschichte der Stadt. Bei einer Stadtrallye und anschließender Freizeit konnten die Schülerinnen und Schüler Regensburg selbstständig erkunden. Dabei wurde viel gelacht, ausprobiert und ganz selbstverständlich zwischen Deutsch und Spanisch gewechselt.

    Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Gastfamilien. Die spanischen Jugendlichen erlebten das Familienleben ihrer Austauschpartner hautnah und nutzten die Gelegenheit für gemeinsame Aktivitäten und individuelle Ausflüge. Gerade diese persönlichen Begegnungen machen einen großen Teil des Austauschs aus und ermöglichten authentische Einblicke in das Leben, die Gewohnheiten und die Kultur des jeweiligen Gastlandes.

    Am Freitag besuchten die spanischen Gäste Schloss Neuschwanstein, während die deutschen Schülerinnen und Schüler regulär am Unterricht teilnahmen. Nach der Wanderung zur Marienbrücke bot sich ein beeindruckender Blick auf das weltbekannte Schloss und die umliegende Landschaft. Die anschließende Führung vermittelte spannende Einblicke in die Geschichte König Ludwigs II. und die bayerische Kultur. Das gemeinsame Abschiedsessen in einem Burgerrestaurant bot am Abend noch einmal Gelegenheit, die Erlebnisse der Woche gemeinsam Revue passieren zu lassen und die neu entstandenen Freundschaften zu feiern.

    Der Samstag begann mit einem traditionellen Weißwurstfrühstück in der Schulcafeteria. Anschließend führte der letzte gemeinsame Ausflug nach München. Bei einer von den Schrobenhausener Schülerinnen und Schülern gestalteten Stadtführung ging es vom Odeonsplatz über Frauenkirche, Marienplatz und Viktualienmarkt bis zum Hofbräuhaus. Nach dem Mittagessen stieg die Gruppe auf den Turm des Alten Peter, der mit einem beeindruckenden Blick über die Stadt belohnte. Danach blieb noch Zeit für das Glockenspiel am Marienplatz und eigene Erkundungen.

    Die ursprünglich geplante entspannte Busfahrt zum Flughafen verzögerte sich aufgrund eines großen Demonstrationszuges in der Münchner Innenstadt auf unbestimmte Zeit. Um ihren Flug dennoch rechtzeitig zu erreichen, mussten die spanischen Gäste kurzfristig auf die S-Bahn ausweichen. Die Verabschiedung fiel dadurch deutlich kürzer aus als geplant und kam für viele überraschend. Vielleicht machte gerade diese unerwartete Hektik den Abschied etwas leichter – dennoch wurde allen Beteiligten bewusst, wie schnell die gemeinsame Woche vergangen war.

    Erasmus+ macht es möglich: Der Besuch unserer Partnerschule aus Berga hat erneut gezeigt, wie wertvoll internationale Begegnungen für junge Menschen sind. Durch die gemeinsame Zeit konnten Vorurteile abgebaut, neue Perspektiven gewonnen und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg geschlossen werden. Gleichzeitig bot der Austausch zahlreiche Möglichkeiten, Sprachkenntnisse in authentischen Situationen anzuwenden und das Verständnis für andere Kulturen zu vertiefen. Die Austauschwoche wird allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben und hat die Partnerschaft zwischen unseren Schulen weiter gestärkt.




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