Zwei prägende Aufenthalte in Italien

Bologna

Im Rahmen eines Schüleraustauschs durfte ich zwei Wochen in Italien verbringen, genauer gesagt in Correggio bei meinem Gastschüler Manuele und seiner Mutter Sara. Diese Zeit war für mich eine ganz besondere Erfahrung, da ich nicht nur das italienische Alltagsleben kennenlernen durfte, sondern auch viele spannende Städte, Sehenswürdigkeiten und typische italienische Köstlichkeiten sowie Bräuche.

Schon die Zugfahrt nach Italien war ein schönes Erlebnis. Ich hatte genug Zeit die bergige Landschaft zu beobachten und mich auf die kommenden zwei Wochen zu freuen. In Verona wurde ich herzlich von Manueles Familie empfangen, und ich fühlte mich von Anfang an sehr willkommen. Auch die beiden Dackel Patty und Maggie, die uns oft bei Spaziergängen begleiteten, habe ich schnell ins Herz geschlossen.

Während meines Aufenthalts haben wir viele Ausflüge in umliegende Städte gemacht, unter anderem nach Bologna, Modena und Carpi. Bologna hat mich besonders beeindruckt: Die Stadt ist bekannt für ihre wunderschönen Bögen, die sogenannten Portici, die sich kilometerlang durch die Stadt ziehen. Sie verleihen Bologna einen ganz besonderen Charme und sind gleichzeitig praktisch, da man bei jedem Wetter geschützt unterwegs ist. Außerdem besichtigten wir bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Piazza Maggiore, die Basilika San Petronio und die beiden schiefen Türme, die Due Torri.

Auch Modena war sehr interessant. Die Stadt ist vor allem für ihren traditionellen Aceto Balsamico bekannt. Dort besuchten wir ein Museum mit faszinierenden Kunstwerken. Manuele konnte mir zu jedem Bild etwas Interessantes erzählen. Außerdem sahen wir den beeindruckenden Dom von Modena, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. In Carpi gefiel mir besonders der große Platz, der Piazza dei Martiri, sowie die ruhige, entspannte Atmosphäre der Stadt. Das italienische Eis dort war unglaublich lecker. 

Ein weiteres Highlight war unser Besuch im Mantova Village. Ich habe es sehr genossen durch die ruhigen kleinen Straßen voll von Läden zu schlendern. Generell haben wir viel Zeit in gemütlichen und sehr leckeren Cafés verbracht. Das Wetter war auch im Oktober noch sehr angenehm warm und sonnig.

Kulinarisch habe ich Italien natürlich auch intensiv erlebt: Ich durfte einige tolle Nudelgerichte genießen. Seine Familie bot mir viele leckere traditionelle Gerichte an. Interessant fand ich, dass man Cappuccino in Italien eigentlich nur morgens trinkt – etwas, das sich deutlich von Deutschland unterscheidet. 

Gemeinsam mit Manueles Familie fuhren wir außerdem an den Gardasee nach Peschiera del Garda. Dort war es sehr, sehr schön: Das Wasser, die Umgebung und die Stimmung waren einfach beeindruckend. In der Nähe besuchten wir auch das Gardaland, einen Freizeitpark, der herbstlich dekoriert war und dadurch eine ganz besondere Atmosphäre hatte. Auch am Abend war die Stimmung mit den vielen unterschiedlichen Beleuchtungen richtig geheimnisvoll.

Ein wichtiger Teil meines Aufenthalts war natürlich der Schulalltag. Manuele besucht das Liceo Corso, ein sehr schönes, altes Schulgebäude mit beeindruckender Architektur und sogar Steinstatuen im Inneren. Diese Schule bietet den Schüler/-innen eine breite Auswahl an unterschiedlichen Zweigen an, beispielsweise linguistico und classico. Der Unterricht unterschied sich etwas von dem in Deutschland: Die Stunden waren etwas länger, dafür war der Schultag insgesamt kürzer und ging nicht bis in den späten Nachmittag. Im Unterricht wurde hauptsächlich Italienisch gesprochen und nur wenige Lehrer/-innen konnten Englisch. In der Pause verkaufte eine örtliche Bäckerei besonders köstliche Pizzastücke und Erbazzone, mit einer leckeren Spinatfüllung typisch für die Region Emilia-Romagna. 

Rückblickend kann ich sagen, dass diese zwei Wochen in Italien eine unvergessliche Zeit für mich waren. Ich habe nicht nur viel über die italienische Kultur, die Sprache, das Essen und den Schulalltag gelernt, sondern auch viele schöne Erinnerungen gesammelt. Dieser Austausch hat meinen Horizont erweitert, und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung.

Sophia

Corregio

Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatte ich im Herbst 2025 die einzigartige Möglichkeit, fünf Wochen in Italien zu verbringen. Ich hatte zwar schon einige Urlaube in diesem idyllischen Land verbracht, doch es war eine ganz andere Erfahrung, den echten italienischen Alltag miterleben zu dürfen.

Schon als ich im Oktober in Italien ankam, wurde ich sehr herzlich von meiner Gastfamilie begrüßt. Wie in vielen italienischen Familien spielte die gemeinsame Zeit auch für meine eine sehr wichtige Rolle, weshalb ich nicht nur viel mit meiner Austauschschülerin, sondern auch mit ihren vier Geschwistern und deren Freunden unternahm. Da meine Austauschschülerin und ich beide sehr gerne tanzen, zeigte sie mir einige tolle italienische Tanzshows, die sie für mich übersetzte. Dadurch konnte ich auch neue Vokabeln lernen. Außerdem backten wir mit der Familie und Freunden gemeinsam Pizza, lernten zusammen, machten Sport und unternahmen einige Ausflüge – mein persönliches Highlight war unser Ausflug nach Venedig.

Meine Gastfamilie bezog mich während meines gesamten Aufenthalts sehr stark in ihren Alltag ein, und wir sprachen meistens Englisch miteinander. Jeden Abend unterhielten wir uns über meine neuen Erfahrungen, und meine Gastfamilie erklärte mir viel über die italienische Sprache und Kultur.

Die Schule, die ich besuchte – das Liceo Statale Rinaldo Corso – war für mich zunächst sehr ungewohnt. Am Anfang fiel es mir schwer, mich zu orientieren. Doch nach den ersten Wochen wurde es für mich ganz normal, den Schulalltag dort zu erleben und mich auf Englisch mit den anderen Schülern und Lehrern zu unterhalten. Schnell bemerkte ich auch, dass die Italiener deutlich offener sind als viele Deutsche. Egal in welche Klasse ich kam, die Schüler begannen sofort ein Gespräch mit mir, und so knüpfte ich schnell Freundschaften mit einigen der liebsten Menschen, die ich bisher kennenlernen durfte.

Zwar war es anfangs etwas schwierig für mich, dass viele Lehrer kein Englisch sprachen, doch sie bemühten sich sehr, den Unterricht möglichst verständlich zu gestalten. Oft halfen mir auch die anderen Schüler, indem sie für mich übersetzten. Neben den regulären Schulstunden hatte ich zudem ein paar sogenannte “Self study”- Stunden in der Woche, in denen ich für die Fächer meiner deutschen Schule lernte, was mir half den Anschluss nicht zu verlieren.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Aufenthalt in Italien eine meiner schönsten Erinnerungen ist und mich sehr bereichert hat – sei es durch das Kennenlernen der italienischen Kultur oder durch die Freundschaften mit Menschen aus einem anderen Land. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und dafür, so viele neue Eindrücke gesammelt haben zu können. Ich bin mir sicher, dass ich noch lange mit großer Freude an diese wunderbare Zeit zurückdenken werde.

Mathilda

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