I stilla väder är alla goda sjömän – Den guten Seemann erkennt man bei schlechtem Wetter

Nachdem bereits im November eine Schülergruppe des Göteborger KITAS-Gymnasiums Schrobenhausen besucht hatte, stand während der Fahrtenwoche im April endlich der Gegenbesuch an, bei dem die deutschen Schülerinnen und Schüler das Heimatland ihrer Austauschpartner kennenlernen konnten. Bei kühlem, aber recht sonnigen Wetter landeten wir in am Freitag gegen Mittag in der zweitgrößten Stadt Schwedens und wurden dort von unseren Gastgebern in Empfang genommen.

Nach einem Wochenende in den schwedischen Familien, die viele Unternehmungen und Ausflüge für die Gäste organisierten, war die darauf folgende Woche vor allem von gemeinsamen Unternehmungen geprägt. Gleich am Montag ging es für die deutsch-schwedische Gruppe nach Marstrand, einer Festungsinsel, die neben einer bewegten Vergangenheit auch spektakuläre Ausblicke auf die schwedische Schärenwelt bot, auch wenn sich das Wetter die ganze Woche eher nordisch-regnerisch präsentierte. Gemäß dem schwedischen Sprichwort „I stilla väder är alla goda sjömän – Den guten Seemann erkennt man beim schlechten Wetter“ ließen sich die deutsche Gruppe aber die gute Laune niemals verhageln und trotzte Wind und waagrechtem Regen.

Am nächsten Tag stand eine Fotorallye an besonderen Orten der Stadt sowie eine Stadtrundfahrt in einer historischen Tram auf dem Programm. Außerdem besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler die Volvo World, in der einerseits die Historie des Automobilherstellers, andererseits aber auch viele Technologie-Aspekte der heutigen Zeit und der Zukunft dargestellt wurden. Mit Hilfe von Virtual Reality, aber auch auf Baggern im Bällebad durfte man hier Technik hautnah erleben. Ein weiteres Highlight war zudem am nächsten Tag der Besuch des Universeums, eines Wissenschaftsmuseums, in das sogar ein ganzer Regenwald integriert worden ist. Natürlich durfte auch ein Einblick in den schwedischen Schulalltag nicht fehlen und so waren auch Hospitationen im Unterricht ein Teil des Programms.

Der Abschied wurde durch eine typisch schwedische „Fika“, die (all)tägliche Kaffee- und Kuchenpause, etwas versüßt. Die Austausch-Tandems hatten dafür extra am Vortrag gemeinsam schwedische Kuchen und Gebäckstücke hergestellt. Bei einem Quiz, das zwei schwedische Schülerinnen vorbereitet hatten, konnte alle noch einmal unter Beweis stellen, was sie in der letzten Woche über ihr Gastland gelernt hatten. Eine Auswahl an Fotos, die gezeigt wurde, verdeutlichte dabei noch einmal mehr die vielen schönen Eindrücke, die die Schülerinnen und Schüler in der vergangenen Woche sammeln durften, und unterstrich (noch einmal), was auch zwei Schwedinnen in ihrer Abschiedsrede anklingen ließen: Vielleicht wurde hier der Grundstein für lange Freundschaften gelegt.

StDin Andrea Hamel und StRin Imke Herrmann, Koordination Schwedenaustausch

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