„Outdoor Learning and Adventure Education“ in Bologna

Vom 05. bis 12. Juli 2025 durfte ich an der o.g. Fortbildung der Erasmus Learning Akademie partizipieren.

Am ersten Tag der Fortbildung fand zunächst ein kurzes „Come Together“ auf dem „Camplus Living Bononia“, Unterkunft und Fortbildungszentrum zugleich, mit den anderen Fortbildungsruppen zu den Themen „Drama in Education: Tools for Creativity, Trust and Emotional Intelligence“ sowie „Introducing Project Based Learning in the Classroom“ statt. Anschließend wurde eine Stadtführung durch Bologna, bei der die Teilnehmenden erste Eindrücke von Geschichte und Kultur der Stadt gewinnen konnten, angeboten. Besichtigt wurden u.a. die Piazza Maggiore mit dem bekannten Neptunbrunnen sowie die Universität von Bologna („Unibo“), die als älteste Universität der westlichen Welt gilt. Ein Höhepunkt der Führung war das sogenannte „Finestrella“ (kleines Fenster), das einen überraschenden Blick auf den Canale Reno eröffnet und Bologna den Beinamen „La piccola Venezia“ verleiht. Außerdem führte der Rundgang zu den berühmten schiefen Türmen der Stadt, den „Torri Garisenda und Asinelli“, Wahrzeichen Bolognas.

Die nächsten Tage standen ganz im Zeichen der Outdoor-Aktivitäten.

Im Rahmen der Fortbildung wurden die Grundprinzipien und Vorteile von Outdoor Education und Outdoor Learning vermittelt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der praktischen Umsetzung der Erlebnis- und Umweltpädagogik sowie der Gestaltung von Lernprozessen außerhalb des Klassenzimmers.

Durch Trekking-Aktivitäten in der Umgebung von Bologna wurden praxisnahe Methoden wie Naturerfahrungen, Teambuilding-Übungen, Orientierungsspiele und verschiedene Gruppenaufgaben erprobt.

Ausflugsziel war u.a. die Wallfahrtskirche „San Luca“ hoch auf einem Hügel oberhalb von Bologna. Dort bietet sich ein beeindruckender Blick über die Stadt. Der Aufstieg erfolgte über Treppen entlang der berühmten, fast vier Kilometer langen Arkaden, die zu den längsten überdachten Bogengängen der Welt zählen.

Ebenfalls wandten die Teilnehmenden in Parks Bolognas sowie auf den umliegenden Hügeln verschiedene Outdoor-Unterrichtsmethoden an. Im Mittelpunkt standen die Planung und Durchführung eigener Aktivitäten unter Berücksichtigung pädagogischer Ziele sowie wichtiger Gesundheits- und Sicherheitsaspekte. Der theoretische Input erfolgte begleitend zwischen den praktischen Einheiten und behandelte unter anderem die sorgfältige Vorbereitung, klare Strukturierung und Evaluation erfolgreicher Outdoor-Lernangebote. Durch den Austausch mit Teilnehmenden aus Spanien und Ungarn entstanden wertvolle Impulse für die Entwicklung eines eigenen Outdoor-Unterrichtsstils.

Den freien Nachmittag nutzten meine tschechische Kollegin und ich für einen Kurztrip nach Cervia ans Meer.

An den Abenden traf man sich stets mit anderen Teilnehmenden in der Stadt oder im gegenüberliegenden Kulturzentrum.

Neben den fachlichen Inhalten stellte auch der regelmäßige Austausch mit den Teilnehmenden aus Polen, Ungarn, Spanien, Portugal, La Réunion, Frankreich Tschechien und aus anderen deutschen Bundesländern einen großen Mehrwert der Fortbildung dar. Besonders die Gespräche am Abend boten Gelegenheit, Erfahrungen aus verschiedenen Bildungssystemen zu teilen, neue Perspektiven kennenzulernen und voneinander zu profitieren. Dabei entstanden internationale Kontakte, die über die erlebnisreiche Fortbildungswoche in Bologna hinaus bestehen.

Claudia Schweitzer

Beitragsbild: Volonteer Silan Karakoc

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