Vom 22. bis 26. März 2026 erlebten 19 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Schrobenhausen eine ereignisreiche Mobilitätswoche in Italien. Nachdem die italienischen Partner bereits im November in Schrobenhausen zu Gast waren, bildete dieser Gegenbesuch den krönenden Abschluss eines erfolgreichen Erasmus-Austausches. Die Gruppe wurde in Mailand außerordentlich warmherzig empfangen. Die beiden Partnerschulen, das Liceo Tito Livio und das Istituto Carlo Bazzi, liegen im historischen Stadtkern direkt nebeneinander. Neben der Gastfreundschaft der italienischen Familien prägte eine enge Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften beider Länder die Atmosphäre. Organisiert und begleitet wurde das Projekt von den Lehrkräften Lucilla Erika Furia und Stefanie Caselli.
Ganz im Sinne des Erasmus-Plans des Gymnasiums Schrobenhausen stand die Mobilität unter dem Stern der ökologischen Nachhaltigkeit. Dies begann bereits bei der Anreise, die gemäß dem Motto „Green Travel“ mit nachhaltigen Verkehrsmitteln durchgeführt wurde. Das Programm bot den Teilnehmenden tiefe Einblicke in zukunftsweisende ökologische Konzepte, wie etwa durch einen Expertenvortrag des italienischen Zivilschutzes, der auf Englisch über Nachhaltigkeit und Katastrophenmanagement informierte. Dabei schlugen die Schüler die Brücke zu eigenen Erfahrungen, wie dem Hochwasser in Schrobenhausen im Jahr 2024. Bei Führungen durch die modernen Viertel Porta Nuova und CityLife besichtigten die Jugendlichen zudem den berühmten Bosco Verticale („Vertikaler Wald“) sowie Architekturkonzepte von Zaha Hadid und Daniel Libeskind. Sie diskutierten dabei kritisch über energieeffizientes Bauen, nachhaltige Flächennutzung und die Herausforderungen der Gentrifizierung.
Auch die kulturelle Bildung und der interkulturelle Austausch kamen nicht zu kurz. Die Besichtigung von Leonardo da Vincis letztem Abendmahl und des Castello Sforzesco ermöglichte den Schülern, die historische Bedeutung Mailands hautnah zu erleben, während sie gleichzeitig über die Herausforderungen des langfristigen Schutzes kultureller Güter reflektierten. Beim Besuch einer Andy Warhol Ausstellung analysierten die Jugendlichen die Auswirkungen von Massenproduktion und Konsum auf die heutige Gesellschaft. Im Museo della Scienza e della Tecnologia konnten sie zudem eigenständig technologische Entwicklungen in den Bereichen Energie und Mobilität erkunden. Der Besuch des regulären Unterrichts an den Partnerschulen förderte nicht nur die kommunikativen Kompetenzen in der Verkehrssprache Englisch, sondern ermöglichte auch einen direkten Vergleich der europäischen Bildungssysteme.
Diese Woche wird den Schülerinnen und Schülern als eine äußerst positive und unvergessliche Erfahrung in Erinnerung bleiben. Dank der Finanzierung durch das Erasmus+ Programm konnten alle Reisekosten und Aktivitäten vollständig abgedeckt werden, was diese wertvolle internationale Begegnung erst ermöglichte. Die abschließende Abschiedsparty im Istituto Carlo Bazzi markierte das Ende einer Woche, die gezeigt hat, wie Erasmus+ junge Menschen verbindet und sie gleichzeitig für die globalen Herausforderungen unserer Zeit sensibilisiert.
Lucilla Erika Furia, Stefanie Caselli
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