Nach dem Besuch bei unserer Partnerschule in Berga Ende März freuten sich alle sehr darauf, die spanischen Schülerinnen und Schüler im Mai in Schrobenhausen begrüßen zu können und gemeinsam eine Woche voller schöner Erlebnisse im Zeichen eines intensiven sprachlichen und kulturellen Austauschs zu verbringen.
Nach der Ankunft in München erreichte die Gruppe aus Berga am Dienstagvormittag Schrobenhausen. Am Hallenbad wurden die Gäste herzlich empfangen – viele Schülerinnen und Schüler trugen dabei ihre bayerische Tracht, was sofort für eine offene und freundliche Atmosphäre sorgte und erste Gespräche erleichterte. Nach einem ersten Kennenlernen in der Schule erhielten die Gäste im Unterricht einen unmittelbaren Eindruck vom deutschen Schulalltag. Anschließend ging es zum Mittagessen in die Gastfamilien, die ihre Austauschpartner bereits mit großer Vorfreude erwarteten. Am Nachmittag stand der Besuch der Bäckerei Seitz auf dem Programm, bei dem die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in ein traditionelles bayerisches Handwerk erhielten und das Brezendrehen selbst ausprobieren konnten. Danach erkundeten die deutsch-spanischen Teams bei einer Stadtrallye Schrobenhausen und lernten die Stadt aus verschiedenen Perspektiven kennen. Der erste Tag klang bei einem gemeinsamen bayerischen Buffet in der Schule und vielen Gesprächen entspannt aus – die lange Anreise war damit schnell vergessen.
Am darauffolgenden Tag stand ein Ausflug nach Regensburg auf dem Programm. Zunächst führte der Weg zur Walhalla, von wo aus es per Schiff auf der Donau weiter in die UNESCO-Welterbestadt ging. Dort boten die beiden Wahrzeichen der Stadt, die Steinerne Brücke und der Regensburger Dom, eindrucksvolle Einblicke in die lange Geschichte der Stadt. Bei einer Stadtrallye und anschließender Freizeit konnten die Schülerinnen und Schüler Regensburg selbstständig erkunden. Dabei wurde viel gelacht, ausprobiert und ganz selbstverständlich zwischen Deutsch und Spanisch gewechselt.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Gastfamilien. Die spanischen Jugendlichen erlebten das Familienleben ihrer Austauschpartner hautnah und nutzten die Gelegenheit für gemeinsame Aktivitäten und individuelle Ausflüge. Gerade diese persönlichen Begegnungen machen einen großen Teil des Austauschs aus und ermöglichten authentische Einblicke in das Leben, die Gewohnheiten und die Kultur des jeweiligen Gastlandes.
Am Freitag besuchten die spanischen Gäste Schloss Neuschwanstein, während die deutschen Schülerinnen und Schüler regulär am Unterricht teilnahmen. Nach der Wanderung zur Marienbrücke bot sich ein beeindruckender Blick auf das weltbekannte Schloss und die umliegende Landschaft. Die anschließende Führung vermittelte spannende Einblicke in die Geschichte König Ludwigs II. und die bayerische Kultur. Das gemeinsame Abschiedsessen in einem Burgerrestaurant bot am Abend noch einmal Gelegenheit, die Erlebnisse der Woche gemeinsam Revue passieren zu lassen und die neu entstandenen Freundschaften zu feiern.
Der Samstag begann mit einem traditionellen Weißwurstfrühstück in der Schulcafeteria. Anschließend führte der letzte gemeinsame Ausflug nach München. Bei einer von den Schrobenhausener Schülerinnen und Schülern gestalteten Stadtführung ging es vom Odeonsplatz über Frauenkirche, Marienplatz und Viktualienmarkt bis zum Hofbräuhaus. Nach dem Mittagessen stieg die Gruppe auf den Turm des Alten Peter, der mit einem beeindruckenden Blick über die Stadt belohnte. Danach blieb noch Zeit für das Glockenspiel am Marienplatz und eigene Erkundungen.
Die ursprünglich geplante entspannte Busfahrt zum Flughafen verzögerte sich aufgrund eines großen Demonstrationszuges in der Münchner Innenstadt auf unbestimmte Zeit. Um ihren Flug dennoch rechtzeitig zu erreichen, mussten die spanischen Gäste kurzfristig auf die S-Bahn ausweichen. Die Verabschiedung fiel dadurch deutlich kürzer aus als geplant und kam für viele überraschend. Vielleicht machte gerade diese unerwartete Hektik den Abschied etwas leichter – dennoch wurde allen Beteiligten bewusst, wie schnell die gemeinsame Woche vergangen war.
Erasmus+ macht es möglich: Der Besuch unserer Partnerschule aus Berga hat erneut gezeigt, wie wertvoll internationale Begegnungen für junge Menschen sind. Durch die gemeinsame Zeit konnten Vorurteile abgebaut, neue Perspektiven gewonnen und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg geschlossen werden. Gleichzeitig bot der Austausch zahlreiche Möglichkeiten, Sprachkenntnisse in authentischen Situationen anzuwenden und das Verständnis für andere Kulturen zu vertiefen. Die Austauschwoche wird allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben und hat die Partnerschaft zwischen unseren Schulen weiter gestärkt.
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