Inspiration und KI-Trends dank Erasmus+

Ein Auslandsaufenthalt im Rahmen des Erasmus+-Programms ist weit mehr als eine reine Fortbildung – er ist eine Inspirationsquelle, die den eigenen Horizont erweitert und neue Energie in den Schulalltag bringt. Vom 4. bis 8. Mai 2026 hatte ich die Gelegenheit, an dem intensiven fünftägigen KA1-Fortbildungskurs „Integrating AI & ICT into the Classroom“ bei Euromentor in Barcelona teilzunehmen. Diese Woche bot nicht nur einen tiefen Einblick in die rasanten Entwicklungen der digitalen Bildung, sondern zeigte auch eindrucksvoll, wie stark der europäische Austausch die eigene pädagogische Arbeit bereichern kann.

Der Kurs startete nach einer herzlichen Begrüßung mit den traditionellen Schulpräsentationen, die sofort eine wunderbare Basis für das gegenseitige Kennenlernen legten. In einer kleinen, dynamischen Gruppe von vierzehn Lehrkräften erwarben wir wertvolle Kompetenzen in der effektiven Integration digitaler Werkzeuge in den täglichen Unterricht, um das Engagement und die Motivation unserer Schüler gezielt zu steigern. Durch die überschaubare Gruppengröße entstand eine hochgradig produktive Arbeitsatmosphäre, die von einem kontinuierlichen Feedback seitens des kompetenten Kursleiters sowie der anderen Teilnehmenden geprägt war.

Im Zentrum stand dabei das Erproben zukunftsweisender Plattformen wie Gemini, Magic School und Google Learn your Way, ergänzt durch eine intensive Praxisarbeit mit NotebookLM, Claude, Gamma.app, Educaplay, Blooket und Make.com. Ein weiterer Fokus lag auf dem Bereich der Digitalen Spiele und des Game-Based Learnings, bei dem wir innovative Bildungsplattformen und interaktive Unterrichtsmethoden testeten. Die praktischen Sitzungen mit modernen KI-Werkzeugen ermöglichten es uns, maßgeschneiderte, personalisierte Lernerfahrungen zu kreieren und zukunftsweisende Trends in der Bildungstechnologie zu erkunden. In kollaborativen Workshops vertieften wir das Erlernte bei der Erstellung digitaler Ressourcen wie Präsentationen und Arbeitsblättern, die perfekt auf individuelle Schülerbedürfnisse zugeschnitten sind. Jedes Thema wurde sofort praktisch erprobt, wobei auch wichtige Kompetenzen im Bereich des Datenschutzes und der ethischen Aspekte beim Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bildungswesen geschult wurden.

Ein besonderes Highlight dieser Erasmus+-Mobilität war der intensive interkulturelle Dialog. Die Teilnehmenden kamen aus fünf verschiedenen Ländern – Ungarn, Rumänien, Polen, Italien und Deutschland –, was zu spannenden Diskussionen führte. Es war faszinierend zu sehen, wie Kolleginnen und Kollegen in ganz Europa mit den Herausforderungen der Digitalisierung umgehen. Dieser Blick über den Tellerrand schärft das Bewusstsein für gemeinsame europäische Bildungsziele und liefert wertvolle Impulse, die man aus reinen Online-Schulungen oder nationalen Fortbildungen niemals mitnehmen könnte.

Nach einem erfolgreichen Kursabschluss, bei dem konkrete Aktionspläne für die Umsetzung an den jeweiligen Heimatschulen erarbeitet wurden, und der feierlichen Übergabe der Teilnahmezertifikate kehrte ich mit einem reich gefüllten Koffer voller neuer Ideen an unsere Schule zurück. Um diesen Mehrwert an das gesamte Kollegium weiterzugeben, werde ich eine schulinterne Fortbildung anbieten. Als Multiplikatorin möchte ich die in Barcelona gewonnenen Erkenntnisse mit meinen Kolleginnen und Kollegen teilen, damit wir gemeinsam die digitale Zukunft unserer Schule gestalten und die neuen Plattformen gewinnbringend in unseren Unterricht integrieren können. Diese Erfahrung hat einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar das Erasmus+-Programm für die persönliche und professionelle Weiterentwicklung von Lehrkräften ist und wie sehr unsere gesamte Schulgemeinschaft von diesem europäischen Netzwerk profitiert.

Lucilla Erika Furia, StRin

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autorin/des Autors bzw. der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.